100 Beschäftigte und Studierende der Uni Jena setzen Zeichen gegen Faschismus
Am 3. Juni 2026 gingen im Rahmen der bundesweiten Veranstaltungs- und Aktionswoche „Wissenschaft gegen Faschismus“ 100 Beschäftigte und Studierende der Universität Jena in einer Mittagspausenaktion auf die Straße.

Wir trafen uns Am Planetarium 4, vor dem Gebäude, das kürzlich von einem AfD-nahen Immobilienunternehmer gekauft wurde, und zogen zum Universitätshauptgebäude.
In vier Reden sprachen Kolleg:innen und Studierende verschiedene Themen an. Vor dem Institutsgebäude stellten zwei Wissenschaftler:innen aus dem Institut für Bildung und Kultur vor, wie die extreme Rechte auf das Bildungswesen Einfluss nimmt. Eine Kollegin und eine Studentin stellten die Idee von „Wissenschaft gegen Faschismus“ vor und riefen zur studentischen Versammlung am nächsten Tag sowie zur Beteiligung an Protestaktionen anlässlich des Parteitags der AfD am 4. Juli in Erfurt auf. Nach der kurzen Demo sprach ein Kollege und Mitstreiter von „Rechtsruck stoppen“ und „Widersetzen“ vor dem UHG darüber, wie die Uni-Leitung im letzten Jahr Beschäftigten und Studierenden für mehrere antifaschistische und gewerkschaftliche Veranstaltungen die Räume verweigert und diese Veranstaltungen damit in den Uni-Räumlichkeiten untersagt hat. Zuletzt rief ein Kollege von der GEW dazu auf, der neoliberalen Spardoktrin, die auch an der Uni Jena in Form von Kürzungszwängen spürbar ist, mehr Widerstand entgegenzusetzen.
Wir sind sehr froh darüber, dass in der Kürze der Zeit so viele Kolleg:innen und Studierende zusammengekommen sind und wir gemeinsam ein deutliches Zeichen senden konnten. Außerdem freuen wir uns darüber, dass OTZ, Jena TV und das MDR Thüringen Journal vor Ort waren und von unserer Aktion berichtet haben.
Diese Aktion fand in ruhigen Zeiten statt und hatte einen symbolischen Charakter. Wir sollten uns bewusst sein, dass Angriffe auf uns, unsere Werte und Interessen kommen werden, auf die wir schnell werden reagieren müssen – durch Mittagspausenaktionen wie die heutige oder mutige Streikaktionen.
Uni gegen Rechts, 4. Juni 2026
Pressespiegel
