Liebe Kolleg*innen,

am 6. September 2026 ist die AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt mit 44 % stärkste Kraft geworden. Je mehr Einfluss diese Partei gewinnt, desto heftiger wird sie die Hochschulen angreifen. Sie will die Gleichstellung und die Studierendenräte abschaffen, den Beschäftigten und Studierenden demokratische Mitspracherechte wegnehmen, die Wissenschaftsfreiheit beschränken, die Landesverwaltung von liberalen und linken Beschäftigten und Beamt*innen säubern sowie unsere Gewerkschaften aus den Betrieben drängen und das Streikrecht einschränken.

Als „Uni gegen Rechts“ waren wir am Wochenende vom 5./6. September in Sachsen-Anhalt, um an der Seite unserer Kolleg*innen der dortigen Hochschulen zu stehen. Wir gingen am Samstag mit 10.000 bis 15.000 Menschen in Magdeburg auf die Straße und am Sonntag besuchten wir unsere Kolleg*innen an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle bei einer Veranstaltung zum Wahlabend.

Liebe Kolleg*innen, die Ereignisse in Sachsen-Anhalt gehen uns etwas an. Der Wahlsieg der AfD ist der nächste Schritt auf dem Weg dieser faschistischen Partei in Regierungsämter. In Thüringen hatten wir vor zwei Jahren eine ähnliche Situation. Damals konnte eine AfD-Regierung verhindert werden, auch durch breiten Protest und Widerstand wie die Aktionen von uns Hochschulbeschäftigten. Die Brombeer-Koalition, die sich bei uns zur Verhinderung einer faschistischen Regierung bildete, ist jedoch aktuell für die nächste drastische Kürzungswelle an unseren Hochschulen verantwortlich.

Es stehen uns unruhige Zeiten bevor. Nicht nur die Finanzierung unserer Hochschulen und unsere Arbeitsplätze stehen in Frage, auch unsere ganz grundlegenden Werte. Wir müssen uns vorbereiten und uns in die Lage versetzen, gemeinsam für das, was uns lieb und wichtig ist, einzustehen. Dabei sind wir alle gefragt.

Was kannst du tun?

  • Tritt jetzt einer Gewerkschaft bei.
  • Komm zu den Treffen von „Uni gegen Rechts“.
  • Gehe in die Gremien. Bilden wir dort eine starke Stimme. Anfang 2027 finden die Personalratswahlen statt.

Uni gegen Rechts, 7. September 2026

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