Der IG-Metaller und Antifaschist Christoph Ellinghaus aus Jena starb am 17. August 2026 im Alter von 56 Jahren an einem Herzinfarkt. Die IG Metall Jena-Saalfeld und Gera veröffentlichte am 18. August 2026 einen kurzen Nachruf.

Auch uns von „Uni gegen Rechts“ hat die Nachricht seines frühen Todes getroffen. Wir haben uns Anfang 2024 als gemeinsame Initiative der Betriebsgruppen von ver.di, GEW und FAU an der Universität Jena gegründet. Im Rahmen der Gewerkschafts- und antifaschistischen Bewegung hatten wir seitdem immer wieder mit Christoph zu tun.

Von Anfang an war eine von Christoph unterstützte Aktion eine große Inspiration für uns: Am 6. Februar 2020 zogen 100 Arbeiter*innen der Jenoptik AG vors Werkstor und forderten den Rücktritt vom FDPler Thomas Kemmerich, der sich tags zuvor von der AfD zum Thüringer Ministerpräsidenten hatte wählen lassen.

Als wir dann 2024 gegen die Bildung einer AfD-Regierung in Thüringen kämpften, begegneten wir uns mehrfach. Christoph nahm solidarisch an unseren Veranstaltungen und Aktionen teil, u.a. bei unserer Diskussionsveranstaltung zum politischen Streik am 13. August 2024. Wir begegneten uns auch auf der Straße, als wir z.B. eine Woche später, am 20. August 2024, die Rede von Björn Höcke in Jena-Lobeda verhinderten.

Christophs Tod ist ein großer Verlust für die Gewerkschaften und die antifaschistische Bewegung. Er wird uns sehr fehlen. Wir sind in Gedanken bei unseren Kolleg*innen von der IG Metall, bei den vielen Mitstreiter*innen aus antifaschistischen Initiativen, an denen Christoph mitgewirkt hat, und bei seiner Familie.

Uni gegen Rechts Jena, 20. August 2026

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