Zusammenstehen gegen den Frontalangriff auf Hochschulen und Zivilgesellschaft

Liebe Kolleg:innen, liebe Mitstudierenden,

für ein vielfältiges, demokratisches und solidarisches Sachsen-Anhalt steht das unabhängige, zivilgesellschaftliche Netzwerk „Sachsen-Anhalt weltoffen“ ein. Das Bündnis ruft einen Tag vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, am Samstag, den 5. September 2026, dazu auf, gemeinsam auf die Straße zu gehen, um Sichtbarkeit für die demokratischen Kräfte des Landes zu schaffen.

Sharepic für den Hochschulblock mit den im Aufruf angegebenen Daten

Als Universitäten und Hochschulen wollen wir gemeinsam mit der engagierten Zivilgesellschaft bereits vor der Wahl ein Zeichen setzen und deutlich machen, dass die demokratischen Kräfte zusammenstehen.

Bereits jetzt sind wir an den Hochschulen mit zahlreichen Problemen konfrontiert:

  • Befristungen und unsichere Arbeitsverhältnisse,
  • Reallohnverluste aufgrund geringer Tarifsteigerungen,
  • Unterfinanzierung und Kürzungen,
  • eine Einschränkung des Meinungsstreits durch Veranstaltungsverbote.

Die AfD bereitet in Sachsen-Anhalt und in anderen Bundesländern nun zusätzlich einen autoritären Frontalangriff auf die Hochschulen vor.

  • Die AfD will die Gleichstellung und die Studierendenräte abschaffen.
  • Die AfD will den Beschäftigten und Studierenden demokratische Mitspracherechte wegnehmen und alle Macht den Professor:innen zurückgeben.
  • Die AfD will die Wissenschaftsfreiheit beschränken, indem sie plant, bestimmte Fachdisziplinen zu verbieten und stattdessen pseudowissenschaftliche rechte Lehrstühle einzusetzen.
  • Die AfD will unter Verweis auf ein falsch verstandenes politisches Neutralitätsgebot die Hochschulen und die Landesverwaltung von liberalen und linken Beschäftigten und Beamte säubern.
  • Die AfD will unsere Gewerkschaften aus den Betrieben drängen und das Streikrecht einschränken.

Das sind, wie wir am Angriff Trumps auf die Universitäten in den USA sehen konnten, keine leeren Worte. Unseren Kolleg:innen und Mitstudierenden in Sachsen-Anhalt gehören mit zu den ersten, denen es an den Kragen gehen wird. Als Beschäftigte und Studierende an Hochschulen in ganz Deutschland sind wir nun gefragt, unsere Rechte, Interessen und Werte zu verteidigen. Deswegen rufen wir euch dazu auf, bei der Demonstration vom 5. September 2026 in Magdeburg mit uns auf die Straße gehen. Die Demonstration beginnt 13:30 am Willy-Brandt-Platz (Elbseite Bahnhof) und endet auf dem Domplatz. Wir werden uns in einem gemeinsamen Hochschulblock zusammenfinden. Dazu treffen wir uns an der Sparda-Bank.

Unterzeichner:innen (aktueller Stand)

  • Uni gegen Rechts, gemeinsame Initiative der Betriebsgruppen von ver.di, GEW und FAU an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • AG Entgegentreten an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
  • ver.di-Betriebsgruppe an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Hochschule Magdeburg/Stendal
  • ver.di-Betriebsgruppe an der Bauhaus-Universität Weimar
  • ver.di-Betriebsgruppe an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena
  • ver.di-Betriebsgruppe an der Universität Leipzig
  • Arbeitsbereich Intersektionale Praxis und Transformation (InPuT) der Alice Salomon Hochschule Berlin
  • Zentrale Einrichtung für Gleichstellung und Diversität (ZEGD) der Universität Vechta
  • ver.di-Ortsverein Jena/SHK
  • ver.di Berlin/Brandenburg, Fachbereich C
  • ver.di-Bezirk Sachsen-Anhalt-Nord
  • GEW Sachsen-Anhalt
  • Landesfachbereich C SAT von ver.di (Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen)
  • Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof)
  • Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft (NGAWiss)

Aktualisiert: